Selbstdarstellung deutsch
"Sind alle Skins rechts? Sind alle HipHopper Gangster? Werden Schüler gewaltbereiter?"
Jugend wird heutzutage meist in zweierlei Weise beachtet: entweder unter dem Vorzeichen von Gewalt und Kriminalität oder aus dem Blickwinkel einer auf Vermarktung ausgerichteten Trendforschung. Beide Betrachtungsweisen erfassen nur einen Bruchteil dessen, was sich an ständig verändernden, oft gar nicht so eindeutigen Jugendkulturen tatsächlich entwickelt hat.
"Wer sich auf die Realität einlässt, muss die beruhigende Eindeutigkeit aufgeben."
Das Berliner Archiv der Jugendkulturen e. V. sammelt Materialien jugendlicher Kulturen (Skinheads, Punks, Grufties, Rapper ...).
Die 200 qm große Bibliothek des Archivs beinhaltet über
- 6.000 Bücher und Broschüren
- 28.000 Fanzines, Zeitschriften, Zeitungen
- 400 Magister- und Diplomarbeiten
- 4.000 CDs, LPs, MCs, DVDs, Videos
sowie Zehntausende von Presseausschnitten und ungezählte Flyer.

Empfangsbereich
Ein Teil dieses Bestandes lässt sich bereits online recherchieren. Die Einrichtung steht allen Interessenten unentgeltlich zur Verfügung.
Wer sich detailliert über die Bestände des Archiv der Jugendkulturen informieren will, kann dies in der Magisterarbeit „Auskunftsmittel und Informationsdienstleistungen des Archiv der Jugendkulturen e.V., Berlin, Institut für Bibliothekswissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin, Dezember 2004“ von Carmen Mayer tun. Eine kürzere Fassung kann hier als pdf-Datei heruntergeladen werden.
"Also weniger über die Jugend jammern, hier gibt es die Infos."
Im Mai 1998 eröffnet, arbeiten heute 8 Festangestellte und rund 15 freie MitarbeiterInnen für das Archiv, die aus den Bereichen Journalismus und Wissenschaft stammen und zumeist selbst einen jugendkulturellen Background haben. Zu den bisher ca. 30 Buchpublikationen kommen jedes Jahr 6 - 8 Neuerscheinungen hinzu. Darüber hinaus erscheint zweimal jährlich mit dem Journal der Jugendkulturen eine eigene populärwissenschaftliche Zeitschrift.
Für Veranstaltungen in Schulen, Wissenschafts- und Kultureinrichtungen können über das Archiv kompetente ReferentInnen vermittelt, aber auch komplette Tagungskonzepte entwickelt werden. Zudem bietet das Archiv eigene Fachtagungen und Bibliotheksveranstaltungen an.
Die gut ausgestatteten Räumlichkeiten können auch preiswert von Gästen angemietet werden.

Tagungsraum
Mit verschiedenen Projekten baut das Archiv effektive Netzwerke im Bereich der Jugendarbeit und -forschung auf und bezieht die Jugendlichen selbst in diese Arbeit ein. Das Projekt "Culture on the Road" bietet Jugendlichen und Pädagogen vor Ort (in Schulen, Jugendclubs, Gemeindehäusern...) die Auseinandersetzung mit verschiedenen Szenen an und trägt dazu bei, Vorurteile zu überdenken - nicht allein in Diskussionen, sondern vor allem in kreativen Workshops (siehe dazu die Homepage www.culture-on-the-road.de).
In Zusammenarbeit mit diversen Institutionen und Firmen wurden schon zahlreiche Projekte durchgeführt. Bisherige Kooperationspartner waren unter anderem:
- das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
- die Bundeszentrale und mehrere Landeszentralen für politische Bildung
- diverse Landes- und Stadtjugendringe sowie Jugendämter
- die Universität Dortmund, Fachbereich Allgemeine Soziologie
- Schule ohne Rassismus
Das Archiv wird von einem eigenständigen Verein organisiert. Schon mit einem Jahresbeitrag von 48 Euro können Sie die gemeinnützige Arbeit des Archiv der Jugendkulturen unterstützen, Teil eines kreativen Netzwerkes werden und sich zugleich eine umfassende Bibliothek zum Thema Jugendkulturen aufbauen. Denn als Vereinsmitglied erhalten Sie für Ihren Beitrag das Journal der Jugendkulturen sowie zwei Bücher Ihrer Wahl aus unserer Jahresproduktion kostenlos zugesandt


