Berliner Pop- und Subkulturarchiv

Das Projekt „Berliner Pop- und Subkulturarchiv“ dreht sich um den Aufbau einer professionell geführten und gut nutzbaren Sammlung zur Geschichte der Berliner Pop- und Subkulturlandschaft. Das Archiv der Jugendkulturen hat schon jetzt die umfangreichste Sammlung zu diesem Themenbereich, u. a. in Form von Sammlungen zu Techno, Punk, Graffiti oder Hip Hop. Diese Bestände werden im Rahmen des Projektes aufbereitet, besser nutzbar gemacht und in Zukunft entsprechend archivarischen Standards aufbewahrt. Zusätzlich wird die Sammlung des Archivs gezielt ergänzt und es werden Lücken im Bestand geschlossen. In der im Rahmen des Projektes angeschafften Datenbank werden die Bestände des Archivs erfasst, eine Betaversion der Datenbank ist online unter jugendkulturen.faust-iserver.de aufrufbar. Es wurde eine auf die speziellen Bedürfnisse eines Archivs für Pop- und Subkultur zugeschnittene Systematik erarbeitet, um wissenschaftlichen Standards zu genügen.

Berliner Pop und SubkulturarchivNeben den eigentlichen Beständen des Archiv der Jugendkulturen e. V., die vor allem aus Musikzeitschriften, Fanzines, Flyern und Tonträgern bestehen, betrifft das Projekt auch weitere Sammlungen und Nachlässe, die sich im Archiv der Jugendkutluren e. V. befinden, aber bisher nicht aufbereitet werden konnten. Zu nennen wären hier vor allem zwei: der Nachlass der Planetcom und der Bestand des Berliner Rock- und Poparchivs. Ersterer ist eine umfangreiche Sammlung an Materialien der Firma, die bis 2003 die Loveparade organisiert hat, aber auch in andere Bereiche der Techno- und Clubkultur involviert war. In rund 60 Umzugskartons finden sich Akten, Planungsunterlagen, Fotos, Videos, T-Shirts und Merchandiseartikel, anhand derer nicht nur die Geschichte der Loveparade, sondern auch von Teilbereichen der Berliner Technoszene nach 1989 nachvollzogen werden kann. Das Berliner Rock- und Poparchiv  war ein bis 2011 existierender Verein, der es sich zur Aufgabe gemacht hatte, eine umfangreiche Sammlung zu Rock- und Popmusik in Berlin aufzubauen. Der Nachlass enthält mehrere Tausend Tonträger, Plakate und andere Materialien und ist vor allem in Bezug auf Beat- und Rockmusik aus dem Berlin der 1960er bis 1980er Jahre eine einzigartige Sammlung. Diese Bestände werden im Rahmen des Projektes zugänglich und nutzbar gemacht.
Weitere Projektinhalte betreffen die Erstellung von Handreichungen zu einzelnen Sammlungsgebieten, die Entwicklung von weiterführenden Konzepten, die gezielte Vernetzung mit unterschiedlichen Einrichtungen (Hochschulen, Museen, Archiven, etc.) und die Digitalisierung von Teilbeständen.
Kontakt: daniel.schneider@jugendkulturen.de

Weitere Informationen finden sich hier.

Das Projekt „Berliner Pop- und Subkulturarchiv“ wird gefördert von der LOTTO Stiftung Berlin.

Lotto Stiftung

Illustration: Tine Fetz