Fanzine-Bestand
Der Begriff „Fanzines“ kommt aus dem Englischen und ist die kurze Version von „Fan-magazines“. Diese klein-auflagigen, schlicht vervielfältigten Hefte wurden zuerst ab den 1930ern in der US-amerikanischen Science Fiction-Szene verwendet, als Form des Austausches von Fans für Fans von Science Fiction-Literatur. Mit dem Beginn der Punk-Bewegung und ihrem „Do it yourself“-Motto Ende der 1970er Jahre erlebten Fanzines einen neuen Aufschwung und wurden fortan auch für andere Jugendkulturen zu einem wichtigen Informations-Medium: so für Skinheads, Gothics, Heavy Metal-Fans, Fußball-Fans… Trotz der Ausbreitung des Internets sind sie bis heute wichtige Bestandteile der einzelnen Jugendszenen.
Das Archiv der Jugendkulturen beherbergt eine Sammlung von mittlerweile über 20.000 Fanzines und semiprofessionellen Magazinen und ist damit die größte öffentlich zugängliche Fanzine-Bibliothek in Deutschland. Die Hefte können hier vor Ort eingesehen und kopiert werden. Dies ist ohne Anmeldung möglich. Für eine ausführlichere Recherche empfiehlt sich jedoch, vorab einen Termin zu vereinbaren.

Foto: Andi Kuttner

