Migrantenjugendliche und Jugendkulturen

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Im täglichen Miteinander von Menschen unterschiedlicher Herkunft führt die ungenügende Kenntnis der verschiedenen kulturellen Hintergründe nicht selten zu Missverständnissen. In einer offenen, multikulturellen Gesellschaft kommt dem interkulturellen und interreligiösen Lernen deshalb eine besondere Bedeutung zu.

Das Archiv der Jugendkulturen e. V. arbeitet im Rahmen des Projektes „ Migrantenjugendliche und Jugendkulturen“ gezielt mit Jugendlichen mit Migrationshintergrund, die als engagierte Szeneangehörige (Rapper, Tänzer, Sprayer etc.) großen Respekt unter Gleichaltrigen genießen und so als authentische Vorbilder für Toleranz, Gewaltfreiheit und Gleichberechtigung entsprechende Haltungen anderer Jugendlicher fördern.

Im Rahmen des Projektes fortlaufend qualifiziert, sind sie bald als Expert_innen in eigener Sache und kompetente Vermittler_innen interkultureller politischer Bildung gefragte Ansprechpartner_innen auch für andere Institutionen, Projekte und die Medien.

Zusätzlich realisieren Migrantenjugendliche eigene Projekte. In Literaturwerkstätten und Fotoprojekten erarbeiten sie die Grundlagen für Ausstellungen über ihre Lebenswelten. Die Ausstellungen werden im Archiv der Jugendkulturen e. V. präsentiert. Sie können die Wanderausstellung aber auch in Ihre Institution einladen. Auf diese Weise werben die Migrantenjugendlichen auch hier für die Beschäftigung mit „fremden“ Kulturen und befördern interkulturelles Lernen.


Wesentlicher Bestandteil des Gesamtprojektes ist Culture on the Road.

Culture on the Road ist seit dem Jahr 2002 unterwegs. Das Culture on the Road-Team führt Projekttage an Schulen, in Freizeitstätten und bei regionalen Festivals durch. Fachleute zu Jugendkulturen und Politik informieren und diskutieren mit Jugendlichen und Pädagog_innen über politische Haltungen, Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit.

Vertreter_innen verschiedener Jugendszenen mit tolerantem Selbstverständnis erzählen über Hintergründe und Geschichte ihrer Jugendkultur. In Workshops erhalten die Jugendlichen Gelegenheit, verschiedene jugendkulturelle Ausdrucksformen wie Skaten, Sprühen, Streetdance, HipHop- und Techno-DJing selbst auszuprobieren bzw. ihr Können mit unseren Referenten auszutauschen.

Culture on the Road ermöglicht:

  • Jugendgerechte Diskussionsforen zur politischen Bildung und Aufklärung über Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit
  • Stärkung und Vernetzung von Gegenkulturen
  • Aufbau von Netzwerken mit Initiativen, die sich für Toleranz und Anti-Rassismus einsetzen.

Das Projekt wird gefördert im Rahmen des Programms „VIELFALT TUT GUT. Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie“, von dem Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, der Bundeszentrale für politische Bildung und dem Integrationsbeauftragten des Berliner Senats.

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