Rainer Deimel

Die Nachricht, das Archiv der Jugendkulturen könne womöglich demnächst schließen, hat mich mobilisiert. Dies darf nicht passieren! Daher kam mir spontan der Gedanke, mich mit Hilfe der zur Verfügung stehenden Möglichkeiten zu engagieren.

Es wird in der nächsten Ausgabe unseres Informationsdienstes einen Aufruf zur Beteiligung an der Spendenkampagne zur Gründung einer Stiftung für das Archiv der Jugendkulturen geben. Auch im Internet-Auftritt des ABA Fachverbandes Offene Arbeit mit Kindern und Jugendlichen (www.ABA-Fachverband.org) wird dieser Hinweis an verschiedenen Stellen auftauchen.

Euch, liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Archiv der Jugendkulturen, möchte ich an dieser Stelle danken für Euer vorbildliches Engagement und die Liebe, mit der Ihr das Archiv aufgebaut und dahin gebracht habt, wo es heute ist: Ein einmaliges, schützenswertes und vor allem lebendiges Kulturgut, an dem man sich heute und hoffentlich noch lange, lange Zeit wird erfreuen – und vor allem profitieren – können!

Persönlich werde ich immer ganz kribbelig und ungehalten, wenn ich in Gesprächen Gejaule über die jeweils „aktuelle Jugend“ mitbekomme: Unreflektiertes Geschnatter, „so schlimm sei es ja noch nie gewesen mit der Jugend!“ Schöne Grüße von Sokrates! Nicht nur deshalb ist ein Archiv der Jugendkulturen notwendig. Es ist auch eine Schatzkammer für alle, die Lust verspüren, sich mit dem Aufwachsen junger Leute zu beschäftigen, sich gegen die „üblichen“ Vorurteile stellen möchten und denen an der Zukunft gelegen ist – dies eben auch mit Blick auf die Vergangenheit und die Gegenwart.

Rainer Deimel

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